Wetteraukreis (pdw). Das Internet gewinnt auch für den Einzelhandel eine immer größere Bedeutung. Viele Menschen ziehen es vor, am Wochenende oder am Abend gemütlich in den eigenen vier Wände zu sitzen, sich Waren am PC anzuschauen und diese dann per Klick zu bestellen. Oft haben dann die örtlichen Einzelhändler das Nachsehen. Das soll mit dem neuen Online-Shoppingportal Oberhessen künftig anders werden.
„Einkaufen und trotzdem in Oberhessen bleiben, das ist eine prima Idee“, findet Landrat Joachim Arnold, der dieser Tage einen Förderbescheid an die Wirtschaftsförderung Wetterau übergab, die das regionale Online-Shoppingportal aufbauen will. „Ziel ist es, ein zentrales Portal zu schaffen, bei dem alle regionalen Händler, Handwerker und Dienstleister ihre Produkte und Waren den Kundinnen und Kunden aus der Region, aber auch darüber hinaus anbieten können.“
Annehmlichkeiten des Online-Shoppings mit den Vorzügen der Angebote aus der Region verbinden
Neben der Teilnahme an dem zentralen Portal kann jedes Unternehmen auch den eigenen Shopbereich der zentralen Plattform noch auf der eigenen bestehenden Firmen-Homepage integrieren. Unter www.einkaufen-oberhessen.de können dann die Kundinnen und Kunden die Annehmlichkeiten des Online-Shoppings mit den Vorzügen der Angebote aus der Region verbinden. Der Vorteil liegt vor allem darin, dass die Anbieter bekannt sind, sodass im Zweifel oder bei Reklamationen auch persönliche Gespräche möglich sind.
Die Vorteile für die Händler liegen auf der Hand: Auf der einen Seite haben sie einen hochwertigen Zugang zu dem wachsenden Onlinemarkt, gleichzeitig können sie gemeinsam mit anderen auf einer Plattform werben und ihre Bekanntheit steigern. Die Kosten werden auf viele Schultern verteilt. Wie Landrat Joachim Arnold nach einem Gespräch mit Projektmanager Christian Agne von der Wirtschaftsförderung Wetterau bekannt gab, sollen die Arbeiten für das Onlineportal zügig vorangetrieben werden. Zuvor aber muss noch die Finanzierung geklärt werden. „Ich bin optimistisch, dass die Gewerbetreibenden die Vorteile des Portals erkennen“, so Christian Agne. „Noch in diesem Jahr sollten dann die ersten Einkäufe möglich sein“, hofft Landrat Arnold.