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Veith eröffnet Ausstellung zu Neofaschismus in Deutschland - „Bilder gegen Ausgrenzung und für ein solidarisches Miteinander“
Wetteraukreis (pdw). „Neofaschismus in Deutschland“ ist der Titel einer Ausstellung, die seit heute in der Berufsbildenden Schule in Butzbach zu sehen ist. Die Ausstellung läuft im Rahmen des Bundesprogramms Xenos und wurde heute von Erstem Kreisbeigeordneter Oswin Veith, Leiter der Arbeitsgruppe Xenos, eröffnet. An der Ausstellungseröffnung nahmen auch Landrat Joachim Arnold und die Kreisbeigeordneten Ottmar Lich und Helmut Betschel-Pflügel teil.
Über die Ausstellung schreiben ihre Macher: „In der Bundesrepublik werden Menschen beschimpft, bedroht, zu Tode getreten oder bei lebendigem Leib verbrannt, weil sie als Fremde und Andersdenkende gehasst werden. Die Ausstellung will dazu beitragen, dass diese Bilder nicht auf Dauer zum deutschen Alltag gehören.“ „Neofaschismus in Deutschland“ ist konzipiert von der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes - Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten. Auf 29 Tafeln im Format DIN A1 wird ein Überblick über den Neofaschismus gegeben: Sein Glaube, die organisatorische Struktur, seine Symbolik, die mit ihm verbundene Musikszene, sein wirtschaftlicher Hintergrund. Politische Akteure aus Parteien, Kameradschaften, Vereinen, Verlagen und Bands werden benannt, Zusammenhänge und Hintergründe, die den Neofaschismus erst ermöglichen, werden beleuchtet. Die Ausstellung zeigt aber auch Gegenstrategien auf. „Es sind Bilder gegen Ausgrenzung und für ein solidarisches Miteinander“, sagt Erster Kreisbeigeordneter Oswin Veith, der beim Wetteraukreis die Arbeitsgruppe des Xenos-Programms leitet. „Wir müssen dem braunen Gedankengut den Nährboden entziehen und verhindern, dass Menschen in Gruppen und Blöcke eingeteilt werden, weil Spaltungen unsere Demokratie aushöhlen. Deshalb ist es so wichtig, dass junge Menschen die Orte sehen, wo Menschenhass, Verachtung und Rassismus ihr mörderisches Unwesen trieben und wir diese Fahrten finanziell fördern.“ Im Anschluss an die Berufsbildende Schule wird die Ausstellung noch an folgenden Schulen gezeigt: Schrenzerschule Butzbach, Kurt-Schumacher-Schule Karben, John-F.-Kennedy-Schule Bad Vilbel und zum Abschluss in der Limesschule Altenstadt zu sehen sein. Die nächste geplante Aktion findet Ende Februar an der John-F.-Kennedy-Schule. In Zusammenarbeit mit dem Jugendzentrum gibt es in zwei Fotostudios den Workshop „Eigen- und Fremdwahrnehmung“. Was ist Xenos?
Diskriminierung, Fremdenfeindlichkeit und Rechtsextremismus sind die Stichworte, um die es bei Xenos geht. Die Maßnahmen des Projekts bewegen sich an der Schnittstelle von (Berufs-)Schule, Ausbildung und Arbeitswelt und sollen zu Toleranz, Weltoffenheit und zivilgesellschaftlichem Engagement auffordern. Auch der Wetteraukreis beteiligt sich während dessen dreijähriger Laufzeit an diesem Bundesprogramm und unterstützt verschiedene Projekte an Schulen und in Ausbildungsbetrieben. Das Projekt verfolgt ein ganzheitliches Konzept von Prävention und Intervention. Im Übergang von der Schule in den Beruf geht es darum, schulmüde Jugendliche zu orientieren, zu qualifizieren und dabei die Schwellenängste zu minimieren. Im Bereich der beruflichen Vorbereitung soll die Abbrecherquote in den ersten Lernmonaten ebenfalls reduziert werden. Weiter soll ein Netzwerk zwischen den allgemein bildenden und den beruflichen Schulen auf- und ausgebaut werden. Für die nicht mehr schulpflichtigen Jugendlichen werden Qualifikationskurse angeboten, mittels derer die Schulabschlüsse nachgeholt werden können bzw. das Portfolio der Teilnehmer/innen positiv aufgefüllt werden. Alle oben genannten Schulen sind an dem Programm beteiligt. Drucken | 27.01.2010, 20:00:00 | Joachim_Cott
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